Zecken bei Katzen

Katzen sind weniger anfällig für zeckenbedingte Krankheiten als Hunde.

Zecken – eine Gefahr für Katzen? Parasitenschutz ist auch bei Katzen wichtig

Hast du einen freiheitsliebenden Schmusetiger bei dir Zuhause? Katzen sind eigensinnige Geschöpfe, mit ihrem ganz eigenen Köpfchen und wir können uns nur bedingt vorstellen, welche großen Abenteuer sie als Freigänger erleben. Welchen „Ungetümen“ sie begegnen, wissen wir dafür oft allzu gut, denn einige davon bringen sie mit nach Hause: Zecken.

Katzen sind im Vergleich zum Hund weniger anfällig für Krankheiten, die von Zecken übertragen werden. Es gibt nur selten Berichte über Infektionen mit Babesien, Anaplasmen oder Borrelien. Bisher gibt es nur Erklärungsversuche für diese Beobachtung. Eine mögliche Erklärung liegt im intensiven Putzverhalten der Katze, wodurch die Katze in der Lage ist, Zecken selbst zu entfernen. Aber die Gründe für die Widerstandsfähigkeit von Katzen gegen von Zecken übertragene Krankheiten sind nicht erforscht und nur Vermutungen.

Gefahren für die Katze

Trotzdem können auch Katzen von Zecken befallen sein und diese können auch für Katzen gefährlich sein. Ein Zeckenstich kann sich zum Beispiel entzünden oder bzw. und sich durch Bakterien infizieren. Auch die Blutmenge, die von den „kleinen“ Parasiten aufgenommen wird, kann erheblich sein. Daher solltest du deinen Freigänger regelmäßig auf Zecken absuchen und diese entfernen. Zecken bei Katzen: Solltest du einen Parasiten entdecken, darfst du deine Suche nicht dabei belassen, denn dein Liebling kann auch immer der Wirt mehrerer Zecken sein. Hier findest du zusätzliche Maßnahmen zum Schutz gegen Zecken.

Zeckenparalyse

Wie bereits der Name suggeriert, handelt es sich bei der Zeckenparalyse um eine Lähmung. Sie wurde bisher nur in Nord- und Südamerika sowie in Afrika und Australien beobachtet. Die Zeckenparalyse ist eine aufsteigende Lähmung, die durch einen Stich bestimmter Zeckenarten der Gattung der Schildzecken (über 40 verschiedene Zeckenarten – Ixodidae) auftreten kann. Ausgelöst wird die Krankheit durch ein Nervengift im Speichelsekret der Zecke, das zunächst die Umgebung des Bisses lähmt und sich dann weiter ausbreiten kann.

Symptome der Zeckenparalyse

In den ersten 24 Stunden kündigt sich die Krankheit mit leichten Symptomen wie Müdigkeit, Reizbarkeit und Missempfindungen an. In den folgenden Tagen wird die Katze durch das Nervengift der Zecke zunehmend schlaffer und zeigt fortschreitende Lähmungserscheinungen, beginnend an den Hinterbeinen. Die Paralyse tritt erst auf, wenn die Zecke bereits mehrere Tage am Wirt festsitzt. Ist die Atemmuskulatur von der Lähmung betroffen, kann dies zum Tod führen. Festsitzende Zecken sollten möglichst schnell entfernt werden. Denn sobald die Zecke entfernt ist, bessern sich die Symptome rasch und die Lähmung lässt nach.

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